Beitragsrückstand in der PKV ein Problem

Die Private Krankenvollversicherung ist die Haupteinnahmequelle der PKV. Durch sie nehmen die Versicherer den Großteil ihres Haushaltes ein. Die Zahlen sprechen für sich: 2010 waren 72 Prozent der Beitragseinnahmen aus Vollversicherungen erbracht wurden, das entspricht einem Betrag von 33 Mrd. Euro. Die Prämieneinnahmen stiegen im letzten Jahr um ganze 5,8 Prozent. Trotz dieses großen Zuwachses der Einnahmen steht die PKV vor einem Problem. Durch eine große Zahl von „Beitragsprellern“ kann es in Zukunft zu einschneidenden Veränderungen kommen. Daher bittet der PKV-Verband die Politik um Hilfe.

Zahl der „Beitragspreller“ in der PKV steigend

Ende November 2010 zählte die Branche in der Vollversicherung rund 88.500 Kunden, welche bereits über ein halbes Jahr lang ihre Versicherungsprämien nicht zahlten. Dies ist jedoch nur ein erster Einblick in das Problem. Vertreter der Gesundheits-Branche nannten sogar schon Zahlen, welche die Marke von 150.000 überschritt. Selbst wenn diese Zahlen nicht steigen sollten, verursacht das Problem jeden Monat höhere Kosten. Durch immer fortwährende Beitragsforderungen und sogar Abschreibungen steigen die Ausgaben der Versicherung immer weiter. Die Folge: eine Verschlechterung der Beitragsentwicklung und schwächelnde Beitragsstabilität in der PKV.

Auswirkungen für zahlende Versicherer größer als gedacht

Die Politik muss einen PKV Tarif einführen, welcher sich speziell an Nichtzahler richtet. Niedrige Beiträge und Verzicht auf Alterungsrückstellung sollen den Versicherungen helfen. Sollte dies nicht geschehen, kommen unerwartete Kosten auf die zahlenden Versicherten zu. Sie müssen dann die Beiträge ausgleichen, welche von anderen nicht gezahlt wurden. So sind Beitragserhöhungen die Folge. Durch die wahrscheinlich weiter steigende Zahl der „Beitragspreller“ fallen die wirtschaftlichen Ausfälle der Versicherungen allein auf die Versicherten, so der PKV-Verband.

 

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