Wechsel von gesetzlicher in die private Krankenversicherung in 2011

Im Jahr 2011 entschieden sich 235.700 gesetzlich Versicherte für einen Wechsel in die private Krankenversicherung. Damit erreichte die PKV einen hohen Mitgliederstand und konnte ihren positiven Mitgliedersaldo gegenüber dem Jahr 2010 weiter ausbauen. Diese Zahlen belegen nun, dass sich nach wie vor viele Menschen für eine private Krankenvollversicherung entscheiden und dabei enorme Vorteile erzielen können. Anders lautenden Berichten der gesetzlichen Kassen zufolge wechselten mehr Versicherte von der privaten in die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Flucht aus der PKV dementiert

Noch zu Jahresanfang gab es zahlreiche Meldungen, wonach privat Versicherte in die gesetzlichen Krankenkassen flüchteten, um damit den teils hohen Beitragsanpassungen zu entgehen. Der Verband der privaten Krankenkassen dementierte bereits damals, dass die PKV von massiven Abwanderungen betroffen ist. Zudem sei die Zahl der privat Versicherten seit dem Jahr 2009 kontinuierlich angestiegen.

Mitgliederzuwachs in der PKV seit 2009

Nun wurden die Zahlen der privaten Krankenversicherungen und deren Mitgliederzahlen veröffentlicht. Demnach entschieden sich allein im Jahr 2011 mehr als 235.000 Menschen für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Damit erhöhte sich die Zahl der privat Versicherten um 76.300 Mitglieder gegenüber dem Jahr 2010. Von einer massiven Abwanderung kann angesichts dieser Zahlen wohl kaum gesprochen werden. Die Zahl der Mitglieder in der privaten Krankenversicherung beläuft sich nunmehr auf 8,95 Millionen Versicherte.

Wechsel von der PKV in die GKV der BBG und JAEG geschuldet

Nach Angaben des Verbandes mussten zahlreiche Versicherte ohnehin aufgrund gesetzlicher Vorgaben zurück in die GKV, denn im Jahr 2012 wurden sowohl die Beitragsbemessungsgrenze wie auch die Versicherungspflichtgrenze angehoben. Eine private Versicherung ist seit Jahresbeginn nur noch dann möglich, wenn Versicherungsnehmer ein Einkommen von mehr als 50.850 Euro erzielen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 49.500 Euro.

Vorteile der privaten Krankenversicherungen überwiegen nach wie vor

Die große Zahl der Wechselwilligen führen Experten auf verschiedene Faktoren zurück. Dies sind zum einen die zahlreichen Vorteile, die sich sowohl auf die Leistungen wie auch auf die Versicherungsprämien beziehen. Nahezu alle privat Versicherten können gegenüber der gesetzlichen Versicherten erweiterte Leistungen in Anspruch nehmen und beispielsweise Behandlungen beim Heilpraktiker oder eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus nutzen. Zudem sind die Versicherungsprämien vor allem für junge und gesunde Versicherte im Vergleich zum gesetzlichen System, wo die Prämien abhängig vom Einkommen berechnet werden, deutlich günstiger.

Anders als beim Wechsel von der PKV in die GKV, der zumeist aufgrund der oben genannten gesetzlichen Vorgaben erfolgen muss, ist ein Wechsel von der GKV in die PKV immer freiwillig. Versicherte könnten in jedem Fall entscheiden, ob sie nach dem Erreichen der Wechsel-Voraussetzungen in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert bleiben oder in eine private Krankenversicherung mit deren Vorteilen wechseln.

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