Beamtenanwärter Beamte auf Probe

Welche Krankenversicherung eignet sich für Beamtenanwärter bzw. für Beamte auf Probe? Die Private Krankenversicherung (PKV) oder die gesetzliche Krankenkasse (GKV)? Vor dem PKV Vergleich einige nützliche Hinweise und Unterschiede zum Verständnis. Beamtenanwärter sind Auszubildende für eine Beamtenlaufbahn im Staatsdienst. Beamte in der Ausbildung durchlaufen einen Vorbereitungsdienst, der zwischen 12 und 36 Monate dauert. Im Unterschied zu Referendaren steht der zukünftige Status bei Beamtenanwärtern schon fest. Sie werden später als Beamte eingestellt und nicht als Angestellte im öffentlichen Dienst. Daher können sich angehende Beamte bereits während der Ausbildungszeit privat krankenversichern. Beamtenanwärter befinden sich in der Ausbildung zum Beamtenberuf und werden als Beamte auf Widerruf bezeichnet. Davon zu unterscheiden sind die Beamten auf Probe. Beamte auf Probe haben ihre Ausbildung beendet und müssen eine Probezeit absolvieren bis sie zu Beamten auf Lebenszeit ernannt werden und dauerhaft die Aufgaben als Beamte wahrnehmen. Günstig ist die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe durch die Beihilfe vom Dienstherrn. Um möglichst geringe Restkosten zu haben, sollte ein Private Krankenversicherung vergleich angefordert werden.

Beihilfe für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe

Bis auf wenige Ausnahmen sind Beamtenanwärter den Beamten im Krankenversicherungsrecht der Beamtenversorgung gleichgestellt. Wie Beamte sind sie beihilfeberechtigt. Die Restkosten können über eine private Krankenversicherung oder über eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert werden. Soldaten und Polizisten in der Laufbahnausbildung, die der freien Heilfürsorge unterliegen, brauchen allerdings auch schon während dieser Zeit keine Krankenversicherung. Der Beamtenanwärter bekommt im Krankheitsfall je nach Dienstherrn eine Beihilfe zwischen 50 und 80 % der Krankheitskosten erstattet. Die PKV für Beamtenanwärter ist eine Restkosten- oder Beihilfeversicherung. Sie trägt die Restkosten zwischen den Krankheitskosten und den von der Beihilfe geleisteten Erstattungen. Die PKV bietet für die Beihilfe- oder Restkostenversicherung verschiedene Tarife an, die über Premium- und Standardtarife bis hin zum Basistarif mit GKV-Leistungen reichen.

Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter besonders günstig

Für die Dauer des Vorbereitungsdienstes bietet die PKV Sondertarife zur Absicherung der Restkosten. Diese Sondertarife entsprechen den PKV Beamtentarifen und haben den Vorteil, dass die Beiträge ermäßigt sind und auf Wartezeiten verzichtet wird. Auch für den Ehepartner eines Beamtenanwärters gelten diese Sondertarife, nicht jedoch für seine Kinder. Sie müssen zu normalen Beihilfetarifen versichert werden und haben entsprechende Wartezeiten zu leisten. Die Sondertarife der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter sind relativ günstig und kosten bei ähnlicher Leistung weniger als die der GKV. Dies liegt vor allem daran, dass Beamtenanwärter meist schon in jungen Jahren der PKV beitreten. Außerdem sind die Sondertarife für Beamtenanwärter ohne Altersrückstellung kalkuliert.

Die Leistungen der Beihilfe für Anwärter sind in den letzten Jahren deutlich reduziert worden. Bei Beamtenanwärtern mit Bundesbeihilfe zum Beispiel sind Zahnersatzmaßnahmen und Kieferorthopädie nicht beihilfefähig. Dies gilt auch für ihre berücksichtigungsfähigen Familienangehörigen. Zur Schließung dieser Leistungslücken bieten die privaten Versicherer private Zusatzversicherungen an.

Keine Anwartschaftsversicherung für Beamte im Ruhestand nötig

Eine Anwartschaftsversicherung ist für beihilfeberechtigte Beamtenanwärter nicht nötig. Sowohl während der aktiven Dienstzeit als auch im Ruhestand erhalten sie Beihilfe, so dass auch die zugehörige Restkostenversicherung über die gesamte Lebenszeit bis zum Tod bestehen bleibt. Zu Beginn seines Berufslebens erhält der Beamtenanwärter meist einen günstigen Einsteigertarif. Erreicht er die Pensionsgrenze, erhält er eine Beihilfe in Höhe von 70 %. Dadurch senkt sich im Ruhestand die private Eigenvorsorge auf 30 %. Die Beiträge der Restkostenversicherung sind daher im Alter geringer. Anders sieht es aus bei Beamtenanwärtern, die der freien Heilfürsorge unterliegen. Diese sollten eine Anwartschaftsversicherung für den Ruhestand abschließen. Aufgrund des geringen Eintrittsalters als Beamtenanwärter fallen die Beiträge im Ruhestand dann geringer aus.

Beamtentarife Private Krankenversicherung

Im Folgenden sind einige Tarifbeispiele für Beamtenanwärter in der PKV angegeben, deren Beiträge und Leistungen marktüblich sind. Der Tarif umfasst die verbleibenden Restkosten für privatärztliche Behandlungen im ambulanten, stationären und zahnmedizinischen Bereich, Zahnersatz und verbesserte Unterkunft im Krankenhaus. Der Beitrag für Männer beträgt bei 50 % Beihilfe 43 EUR, bei 70 % Beihilfe 32 EUR. Für Frauen beträgt der Beitrag bei 50 % Beihilfe 67 EUR, bei 70 % Beihilfe 46 EUR. Die Monatsbeiträge bestehen aus dem Beitragsanteil zur Krankheitskostenabsicherung und dem Beitrag zur Pflegepflichtversicherung und wurden für 28-jährige Personen mit Anspruch auf Bundesbeihilfe berechnet.

Öffnungsklausel zum Wechsel in die Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Für bestimmte Personengruppen haben einige private Krankenversicherer die sogenannte Öffnungsaktion oder die Öffnungsklausel eingeführt. Die Öffnungsklausel gilt auch für Beamtenanfänger. Damit soll Beamtenanfängern, die in der GKV versichert sind, die Möglichkeit gegeben werden, zu erleichterten Bedingungen in die PKV zu wechseln. Die Öffnungsaktion für Beamtenanfänger gilt unter anderem für Beamte auf Probe, Beamte auf Zeit/Zeitsoldaten, Beamte auf Lebenszeit/Berufssoldaten. Als Beamtenanfänger im Sinne der Öffnungsklausel gelten jedoch nicht Beamte auf Widerruf oder Beamtenanwärter, die sich noch in der Ausbildung befinden.

Vergleich Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Beamte auf Probe

Damit Beamtenanwärter bzw. Beamte auf probe möglichst günstige Restkosten für die Private Krankenversicherung erhalten, sollte ein individueller PKV Vergleich aus vielen Anbietern und Tarifen angefordert werden. Ebenso kann man sich an den Testergebnissen und Testberichten der Stiftung Warentest und der Finanztest orientieren, um die möglichst besten private Krankenversicherung Tarife zu günstigen Preisen zu erhalten.

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